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Die Alte Posthalterei – Reisen mit der Postkutsche

Sonja Kirchner vor der Postkutsche in Stolberg

Reisen mit der Postkutsche
    
Ein vergilbtes Schwarz-Weiß-Foto aus dem Jahr 1923 zeigt eine Postkutsche vor einem Fachwerkhaus. „Damit hat es eigentlich angefangen“, erzählt Sonja Kirchner. „Als wir 1997 das Grundstück in Stolberg mit allen Nebengebäuden gekauft hatten, kam der ortsansässige Fotograf mit jenem Foto zu uns und meinte, Eigentum verpflichte und wir sollten uns doch einmal mit der Geschichte dieses Hauses beschäftigen.“

Schon lange hat sich Frau Kirchner für den Harz und den Tourismus engagiert, das Label „Typisch Harz“ und das Harzfest sind unter ihrer Regie entstanden. Allerdings war das Grundstück anfänglich für einen Laden mit regionalen Produkten, für ein Büro und als kleine Pension gedacht. Und bis die ersten Pferde vom Hof trabten, dauerte es auch noch eine Weile. „Mir ist diese Postkutsche immer wieder durch den Kopf gegeistert“, erzählt Sonja Kirchner. 2005 wurde weiter aus- und angebaut und nach Partnern für die bislang einzigartige Idee gesucht. Ein originalgetreuer Nachbau einer Postkutsche des Typs Berliné 1850 wurde angeschafft, eine Kooperation mit einem Reiterhof sorgte für die kräftigen aber gutmütigen „Zugpferde“ Iska und Filou, samt fachkundigen Postillionen in traditioneller Uniform des Kutschenpersonals. „Ich habe mich lange mit der Geschichte einer Posthalterei beschäftigt“, erzählt Sonja Kirchner weiter. Vieles auf dem Hof wurde entsprechend der Gegebenheiten jener Zeit angepasst. Die Passagierstube, die gleichzeitig ein kleines Postmuseum geworden ist. Sogar Briefe eines privaten Dienstleisters können heute mit Sondermarke noch transportiert werden. „Und ich bin für die Gäste die Posthalterin, erzähle Anekdoten aus jener Zeit. Warum zum Beispiel der Begriff ,Schmiergeld‘ vor mehr als 100 Jahren erstmal nichts Schlechtes war und wie man damals eben so reiste“, so Sonja Kirchner voller Begeisterung.

Rund 3.500 Gäste haben in der gut gepolsterten Kutsche in den letzten elf Jahren schon Platz genommen. Angeboten werden mehrstündige Stadtrundfahrten durch Stolberg, Tagesfahrten durchs Thyratal in das Südharzer Karstgebiet bis zu mehrtätigen Reisen mit Übernachtungen in der Region Südharz-Kyffhäuser.

„Was unsere Gäste immer wieder begeistert, ist die Art des Reisens. „Ohne Navi, ohne Hektik und Stau, in aller Ruhe“, berichtet Sonja Kirchner. „Schon wenn den Pferden das glänzende Geschirr angelegt wird und der imposante Zug vor der Alten Posthalterei in Stolberg Aufstellung nimmt. Menschen bleiben stehen, machen Fotos und fragen neugierig“, so Sonja Kirchner. „Und nicht nur wir leben von und mit den Touristen. Die Posthalterei und die Fahrten sind ein Multiplikator. „Wir haben Partnerschaften mit den einheimischen Hotels, Restaurants, Museen und natürlich unserem Reiterhof. Sie profitieren ja nicht nur vom Werbeeffekt, wenn das prächtige Gespann angerollt kommt“, erzählt Sonja Kirchner. Zudem soll das Angebot hochwertig sein und im besten Sinne den Qualitätstourismus bedienen.

Die Fahrten sind beschränkt auf sechs Personen, die von der Ankunft auf dem Hof der Alten Posthalterei in Stolberg bis zur Abreise rundum versorgt werden. Selbstverständlich werden alle Touren von qualifizierten Gästeführern oder Wanderleitern begleitet. Diesen Anspruch unterstreicht die langjährige Partnerschaft mit dem Anbieter von Event-Reisen „Jochen Schweizer“. „Bisher sind die Touren durch die unterschiedlichen Angebote sehr gut ausgelastet. Wir mussten noch keinem Gast absagen. Die Interessenten buchen lange im Voraus, so können alle beteiligten Leistungsträger gut planen. Sogar eine Gruppe aus China hat sich jetzt angemeldet. Und wer einmal eine Fahrt mit der Kutsche unternommen hat, der wird oft zum ,Wiederholungstäter‘. Sehr gern werden unsere Touren auch als Gutscheine verschenkt. Selbst ganze Reisebusse haben wir mit etwas Organisation schon bewältigt. Es waren Postsenioren aus ganz Deutschland und Frankreich. Aufgeteilt in kleine Gruppen wird, parallel laufend, die Postkutschtour realisiert, während die anderen Gruppen mit der Kammerzofe das Schloss besuchen, den FRIWI-Spezialgebäck-Werken einen Verkaufsbesuch abstatten und in der Passagierstube etwas zur Geschichte der Postkutschzeit erfahren. Zum Abschluss wird dann gemeinsam der ,Kutschertopf‘ verzehrt“, erzählt Sonja Kirchner.

„Unser Angebot ist wohl das einzige dieser Art in Deutschland! Und damit ein Alleinstellungsmerkmal. Damit müssen wir den VORREITER gewinnen. Es geht hier ja nicht nur um das Erlebnis Postkutsche, sondern um die Verknüpfung mit dem historischen Hintergrund und die Einbindung der kulturellen aber auch der Naturschätze der Region. Die Kutsche stellt einen Wertschöpfungsfaktor für den Südharz dar. Und der Hof braucht einen Nachfolger. Da wäre dieser Preis sicher ein tolles Zugpferd“, sagt Posthalterin Sonja Kirchner. Und sie ergänzt: „Der Bürgermeister von Roßla formulierte es mal so: ,Diese Postkutsche ist Sympathieträger für die Region. Sie zaubert selbst den manchmal etwas sturen Mansfeldern ein Lächeln ins Gesicht.‘ Recht hat er“, lacht Sonja Kirchner.

Autor + Foto: Alex Greiner

Weitere Informationen unter www.posthalterei-stolberg.de/

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