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Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH

„Luther virtuell“

Tourismusmanager Martin Schulze vom Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH

Wenn der Reformator in der Kirchtür erscheint

Martin Schulze hält vor der schweren Eingangstür von Luthers Sterbehaus in Eisleben sein Tablet hoch. Und plötzlich steht – zumindest auf dem Display – der echte Luther in der Eingangstür und erzählt von seiner Geschichte in diesem Haus. „Die Idee zu dem Projekt kam von meinem Chef. Der hat sich darüber geärgert, dass sein Sohn statt die Sehenswürdigkeiten anzuschauen lieber auf dem Handy herumtippte“, erzählt der Tourismusmanager der Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH. In nicht einmal anderthalb Jahren wurden Luthers Geburts- und Sterbehaus, dessen Schule, die St. Andreaskirche, insgesamt 13 Punkte aus Luthers Leben in Mansfeld und Eisleben zu einem virtuellen Touristenführer zusammengefasst. An jedem Punkt gibt der Reformator Martin Luther höchst selbst in kurzen Erzählungen und Geschichten Auskunft zu den Orten. Alles, was es für den virtuellen Luther braucht, sind ein Smartphone oder Tablet mit Kamera und die kleine App „Luther virtuell“, die es kostenlos für iOS und Android gibt.

Das System erkennt über das Kamerabild an hinterlegten Bilder und an den Geo-Koordinaten den jeweiligen Ort und spielt die passende Sequenz ein. „Ein bisschen Tüftelei war das schon, und es gab auch einige Rückschläge. Schließlich sollte Luther ja wirklich genau auf den Stufen stehen und nicht irgendwo in der Luft hängen. Zudem sollten die Datensätze ja so gering wie möglich bleiben, um große Downloads zu vermeiden. Aber nun sind alle Testläufe erfolgreich bestanden“, so Martin Schulze.

Und der „Luther für die Hosentasche“ bietet noch mehr Vorteile. Zum einen können auch jüngere Zielgruppen, wie Schulklassen oder eben der zu sehr aufs Handy fixierte Nachwuchs auf moderne Art und Weise angesprochen werden. Zudem ist die Tour nicht an einen Stadtführer gebunden. Die Ehrenamtlichen haben ja nicht jeden Tag und zu jeder passenden Zeit eine Führung geplant. „Und noch etwas haben wir mit der App ,Luther virtuell‘ geschafft. Falls zum Beispiel die St. Andreaskirche in Eisleben doch einmal geschlossen ist, kann man trotzdem einen Blick hineinwerfen. Denn die App bietet zusätzlich zu den Luther-Geschichten auch den Blick nach innen frei. Neugierige können mittels 360°-Fotos die Sehenswürdigkeiten besuchen, auch wenn sie gar nicht geöffnet sind“, erzählt Martin Schulze.

„So wird für den Besucher ein Mehrwert geschaffen, die Zufriedenheit erhöht und die Lutherstädte wie Eisleben und Mansfeld heben sich mit innovativen Produkten aus der Masse heraus. Davon soll die ganze Region dauerhaft profitieren“, so Martin Schulze. „Und zufriedene Besucher, Gäste und Touristen – auch international – sind die beste Werbung, die eine Region bekommen kann.“ Und Martin Schulze weiter: „Ich bin fest davon überzeugt, dass einer der Basisfaktoren für den Erfolg jeglichen Projektes die Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen ist. Daher hat es mich besonders gefreut, dass der virtuelle Luther zukünftig auch in der Stadt Halle zum Einsatz kommen wird. Dieser Kooperation ist es nebenbei auch zu verdanken, dass der virtuelle Luther durch den hervorragenden Schauspieler Hilmar Eichhorn verkörpert wird. Ich hätte mir keinen besseren für diese Rolle vorstellen können.“

Hotels, Restaurants, Touristenformationen und ein Netzwerk aus vielen Beteiligten aus der Region geben den Touristen und Gästen gezielt und aktiv den Hinweis auf die App in Deutsch und Englisch. Das ist besonders wichtig für internationale Gäste, die sehr gern und häufig auf den Spuren des großen Reformators Luther unterwegs sind. Geplant ist an wichtigen Orten auch ein kostenloser WiFi-Zugang. Ebenso soll in der nächsten Version auch ein Selfie mit Luther möglich sein.

„Aber erstmal freuen wir uns riesig, dass wir mit unserer App ,Luther virtuell‘ für den VORREiTER 2016 nominiert sind. Uns ging es darum, den Reformator Luther mit Blick auf das wichtige Jahr 2017 modern und für auch für jüngere Zielgruppen ansprechend und spannend zu präsentieren“ so erzählt Martin Schulze. „Und anderthalb Jahre Zeit für die Realisation eines solchen Pilotprojektes mit einem verhältnismäßig kleinen Budget sind auch nicht alltäglich. Aber mit einem guten Netzwerk, tollen Partnern, viel Enthusiasmus und Unterstützung durch den Zukunftsfond des Landkreises Mansfeld-Südharz haben wir es geschafft, unsere Idee in die virtuelle Realität umzusetzen. Und vielleicht schaffen wir auch den ersten Platz. Ein VORREiTER ist unsere App ‚Luther virtuell‘ auf jeden Fall.“

Autor + Fotos: Alex Greiner

Weitere Informationen unter www.smg-msh.de/de/tourismus.html

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Am Alten Theater 6
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