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Magdeburg Marketing und Tourismus GmbH

Imagekampagne „Magdeburg lächelt dich an“

MMKT-Geschäftsführerin Sandra Yvonne Stieger zeigt das Bild, das sie von ehemaligen Kollegen geschenkt bekam. Es diente als Ideengeber für die "Lächelkampagne".

Eine Stadt lächelt für ihre Gäste

Mit einem Lächeln begrüßt Sandra Yvonne Stieger ihre Gäste. Das Lächeln ist bei der Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH (MMKT) Programm. Als die 38-Jährige 2015 Geschäftsführerin bei der MMKT wurde, hatte sie die Idee schon im Gepäck.

Die Diplomkauffrau holt ein laminiertes Plakat, das ihr die ehemaligen Kollegen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zum Abschied geschenkt haben. Es zeigt ihr Konterfei als Mosaik, das sich aus vielen Bildern ehemaliger Kollegen und Geschäftspartner zusammensetzt.
Als ich hierher kam", erzählt Sandra Yvonne Stieger, "schwebte mir ein großes Bild von vielen Magdeburgern vor, das zusammengesetzt ein großes Magdeburger Lächeln zeigt." Ein Lächeln sei ein positives Signal nach außen. Viel mehr solcher positiven Symbole gebe es nicht. Ein Herz vielleicht noch. Damit habe ja bereits Erfurt geworben. Und so wurde es das Lächeln. Das zudem auch noch historische Spuren im Dom hinterlassen hat. "Der Erzengel Gabriel hat Maria einst mit einem Lächeln begrüßt und verkündigt, dass sie ein Kind bekomme", erzählt die Geschäftsführerin. "Im Dom finden wir eine Skulptur des lächelnden Erzengels."

Die Kampagne wurde Wirklichkeit, als sich Magdeburg auf die internationale Reisemesse Germany Travel Mart (GTM) 2016 vorbereitete, der in diesem Jahr erstmals in Sachsen-Anhalt stattfand. Hunderte Reiseveranstalter und -journalisten kamen. Der richtige Zeitpunkt für die Kampagne und ein schöner Willkommensgruß für die Gäste. Dass es ein Erfolg werde, hofften die Macher. Sicher waren sie nicht. Schließlich wurde "Magdeburg lächelt" ein Selbstläufer. Die ersten Bilder schoss ein professioneller Fotograf. Auf der Straße. Wahllos sprachen Mitarbeiter der MMKT Passanten an. Die meisten schenkten ihnen ein Lächeln, als sie ihr Ansinnen erklärten. Und ließen sich ablichten.

"Magdeburg lächelt dich an" war in der Elbestadt bald ein Begriff, und so folgten viele der Einladung, ihr Foto auf die Homepage hochzuladen. Auf diese Weise entstand bis zum GTM im Frühjahr ein großes Mosaik, das sich ständig neu rechnet. Jeder, der sein Bild oder ein kurzes Video hochlädt, erhält eine Nummer und kann so sein Bild suchen im Mosaik, das zusammengesetzt eine dunkelhaarige junge Frau mit einladendem Lächeln zeigt. Über 2.000 Magdeburger haben ihr Lächeln bereits für diese Aktion gestiftet. "Vor allem wollten wir mit der Kampagne den GTM triggern", erklärt Sandra Yvonne Stieger. "Wir wollten den Magdeburgern signalisieren, dass der GTM in unserer Stadt veranstaltet wird und Gäste kommen." Parallel zum Upload entstand ein Imagefilm. In sozialen Netzwerken und den regionalen Medien wurde "Magdeburg lächelt" beworben. Auf mehr als 300 großflächigen Werbeplakaten in ganz Deutschland prangte das Magdeburger Willkommenslächeln. "Die besten Kampagnen kommen von innen", sagt die Werbeexpertin. "Dann entwickeln sie eine besondere Strahlkraft." Das funktionierte auch hier. So berichtete eine kanadische Geschäftsfrau, dass sie von einer Verkäuferin im Geschäft angesprochen wurde, ob sie denn auch zum GTM hier sei. Als sie das bejahte, antwortete die Verkäuferin, dann schenke sie ihr noch ein Extralächeln.

Eine Menge Arbeit war das, berichtet Sandra Yvonne Stieger. Vor allem für Fotografen und Techniker. Immer neue Ideen entstanden, die peu à peu umgesetzt wurden. Doch auch wenn es viel Arbeit bedeutete - denen, die daran beteiligt waren und sind, hat es Spaß gemacht. Die Magdeburger hatten ebenfalls ihre Freude. Und lernten sich völlig neu kennen. Die Selbstwahrnehmung der Elbestädter sei nämlich eine ganz andere als die von außen, findet Sandra Yvonne Stieger. Der Magdeburger sehe sich eher als mufflig. Gäste aber schwärmen dagegen immer wieder, wie freundlich die Magdeburger sind. "Dasselbe gilt für die Stadt. Wer hier lebt, geht oft viel zu kritisch heran und sieht nicht, wie schön Magdeburg ist. Die Elbe, das viele Grün..." Sandra Yvonne Stieger gerät ins Schwärmen. "Wir können wirklich stolz sein auf die Stadt, sie ist top. Das wird uns von Gästen immer wieder bestätigt. Die Chefin der Deutschen Zentrale für Tourismus bezeichnete Magdeburg als "hidden beauty", als "versteckte Schönheit." Und auch die Bezeichnung "Aschenputtel unter den Elbmetropolen" sei ihr schon zu Ohren gekommen.

So wie die Kampagne wurde auch der GTM ein voller Erfolg. Viele Reiseveranstalter sind auf Magdeburg aufmerksam geworden. Die Gäste wurden herzlich aufgenommen und fuhren beeindruckt nach Hause. Wie viele Touristen sich vom Lächeln der Magdeburger einladen lassen, wird man ab 2018 sehen. Die Tourismuschefin gibt sich optimistisch. "Wir haben viele Anfragen erhalten und wichtige Kontakte gewonnen. Die Skandinavier interessieren sich vor allem für den Weihnachtsmarkt, US-Amerikaner und Briten für Luther." Die Homepage lädt weiter ein, lächelnde Gesichter hochzuladen. "Die Kampagne hat ein offenes Ende. Wir werden sie nachnutzen. Zum Beispiel für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt", verrät Sandra Yvonne Stieger. Und lächelt.

Autorin + Fotos: Annette Schneider-Solis

Weitere Informationen unter www.magdeburg-tourist.de

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