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„Die Stille im Lärm der Zeit“ – Marc, Macke, Nolde

Franz Marc: Schlafendes Reh, 1913. (© Foto: Stiftung Sammlung Ziegler)
Bild eines Kunstwerks von Franz Marc. Es zeigt ein schlafendes Reh.

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle/Saale zeigt hochkarätige Werke der Sammlung Ziegler. Sie ist eine der bedeutendsten Privatsammlungen zur Kunst des Expressionismus und der klassischen Moderne in Deutschland. Unter den Werken sind Gemälde und Arbeiten auf Papier von Franz Marc, August Macke, Alexej von Jawlensky, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Emil Nolde, aber auch Werke der Bauhaus-Meister Lyonel Feininger, Paul Klee und Oskar Schlemmer sowie Einzelpositionen von Max Beckmann, Karl Hofer, Käthe Kollwitz oder Otto Dix. Insbesondere Werke des rheinischen Expressionisten Macke bilden einen Schwerpunkt in der Sammlung, der Block von 15 Gemälden und Aquarellen des rheinischen Expressionisten Macke findet seinesgleichen nur noch in Bonn und Münster. 

Karl Ziegler, Chemienobelpreisträger, und seine Frau Maria begannen 1958 die Sammlung aufzubauen. Dabei folgten sie ihren privaten Vorlieben und so prägen Stillleben und Landschaften, Tier- und Menschendarstellungen den Charakter der Kunstsammlung. „Ausschließlich die Freude am Schönen war jeweils der Anlass zum Erwerb der uns umgebenden Kostbarkeiten“, äußerte sich Karl Ziegler später einmal. Gesammelt wurde demnach nicht nach kunsthistorischen Gesichtspunkten, sondern nach rein ästhetischen, wobei Karl und Maria Ziegler die Bilder fast immer gemeinsam aussuchten. Aus diesem intuitiven Zugang zur Kunst entwickelte sich eine konsistente Kunstsammlung, die einen sehr persönlichen Einblick in die Malerei des frühen 20. Jahrhunderts gewährt.

Informationen

„Die Stille im Lärm der Zeit“ – Marc, Macke, Nolde

Ort: Kunstmuseum Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle (Saale)

Öffnungszeiten: 10. Februar bis 12. Mai, donnerstags bis dienstags; feiertags von 10 Uhr bis 18Uhr. Mittwochs geschlossen.

Eintritt: 10 Euro, 7 Euro ermäßigt
Das Ticket berechtigt auch zum Besuch der Dauerausstellung.

Weitere Informationen auf der Website des Kunstmuseums.

1981 gelangte die Sammlung als Schenkung in das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr. Dort wurde sie – ursprünglich 44 Werke umfassend – mit weiteren Ankäufen ergänzt. Während Sanierungsarbeiten am Museumsgebäude in Mülheim durchgeführt werden, geht die Sammlung Ziegler nun auf Reisen. So wird sie zunächst in Halle und anschließend in der Kunsthalle Emden zu sehen sein. Einhundert Werke werden verliehen, wobei die Stiftung Sammlung Ziegler an über 35 Bildern vorfristig Restaurationen hat durchführen lassen, um alle wichtigen Bilder auf Reisen schicken zu können. 

Mit dem Ausstellungsort Halle hat das Sammlerpaar eine besondere Verbindung. So lebte und wirkte das Ehepaar zwischen 1936 und 1943 in der Saalestadt, zum anderen erwarb es 1967 eines der Gemälde aus dem Halle-Zyklus, den Lyonel Feininger zwischen 1929 und 1931 in der Moritzburg gemalt hatte. Der Zyklus wurde 1937 von den Nationalsozialisten als „entartet“ vollständig beschlagnahmt. Heute befinden sich wieder drei der ehemals elf Gemälde im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), darunter das 2009 zurück erworbene „Roter Turm I“. Mit der Sammlung Ziegler kehrt in diesem Jahr sein Pendant „Roter Turm II“ temporär zurück, ein außerordentlicher Glücksfall für das Museum.

Kontakt

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Am Alten Theater 6
39104 Magdeburg

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Fax: +49 (0) 391 568 99 51

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