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UNESCO-Welterbe: Der Naumburger Dom

Frühgotische Kunst höchster Güte

Stifterfigur Uta

Ein prägendes Bauwerk in der Kulturlandschaft an Saale und Unstrut ist der Naumburger Dom. Schon 2017 erkannte das UNESCO-Welterbe-Kommittee an, dass der Dom St. Peter und Paul ein „Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft“ darstellt – die Aufnahme in die Liste des Welterbes erfolgte 2018. Mit seiner architektonischen Qualität und seinen bekannten Bildwerken – allen voran Stifterfigur Uta – ist er auf Augenhöhe mit den bedeutendsten Kathedralen Europas. 

Der Naumburger Dom ist eines der Highlights der Straße der Romanik und zieht Jahr für Jahr Zehntausende Gäste an. Inzwischen reiht er sich ein in die Liste der Welterbe-Stätten in Sachsen-Anhalt: Er ist das fünfte ausgezeichnete Welterbe im Land, nach dem Gartenreich Dessau-Wörlitz, den Bauhausstätten, den Luthergedenkstätten und Altstadt, Stiftskirche und Schloss Quedlinburg

Stilistisch ist der Dom eine Mischung aus spätromanischen und gotischen Elementen. Begonnen wurde der Bau des Naumburger Doms um 1210 als Bündelpfeiler-Basilika im romanischen Stil. Wenige Jahre später wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts der Westchor im – seinerzeit hochmodernen – gotischen Stil errichtet. Dieser Westchor wurde mit einem Lettner vom Langschiff der Kathedrale abgegrenzt.

Lettner dienten seinerzeit zur Abtrennung der Kirchenherren von den einfachen Gläubigen und wurden teils sehr aufwändig gestaltet. So auch in Naumburg, wo das Lettnerportal eine Kreuzigungsszene darstellt. Eine Besonderheit im Naumburger Dom ist das Vorhandensein des zweiten, älteren Lettners am Ostchor, der um 1230 errichtet wurde.

Der Naumburger Dom

UNESCO-Welterbe seit 2018

Verwaltet durch Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz

Adresse:
Naumburger Dom, Domschatzgewölbe und KinderDomBauhütte
Domplatz 16/17
06618 Naumburg

Öffnungszeiten:
März bis Oktober:
täglich 9 Uhr – 18 Uhr;
sonn- und feiertags 11 Uhr – 18 Uhr

November bis Februar
täglich 10 Uhr – 16 Uhr;
sonn- und feiertags 12 Uhr – 16 Uhr

Weitere Informationen:
Website des Naumburger Doms

Die Werke des Naumburger Meisters

Damit sind die Besonderheiten jedoch noch nicht erschöpft, denn der Westchor des Naumburger Doms enthält zwölf Figuren, die jedoch nicht Heilige oder Kirchenoberhäupter darstellen – wie sonst üblich in diesem den Kirchenoberen vorbehaltenen Raum  –, sondern Laien. Diese Figuren stellen die Stifter des Vorgängerbaus dar und wurden direkt bei der Errichtung des Doms mit eingebaut: Sie sind fest mit dem dahinter liegenden Mauerwerk verbunden.

Entworfen wurden die Stifterfiguren vom Naumburger Meister, der schon an den Neubauten von Kathedralen im französischen Amiens und Reims gearbeitet hatte, später auch nachweislich in Straßburg und Mainz tätig war. Die bekannteste der zwölf Stifterfiguren ist Uta, nämlich Uta von Ballenstedt, dargestellt als Frau des Markgrafen Ekkehard II. von Meißen. Uta gilt vielen als Sinnbild der „schönsten Frau des Mittelalters“. 

Doch der Naumburger Dom hat mehr zu bieten als Architektur und Stifterfiguren. Auch in der Reformation hat der Kirchenbau eine wichtige Rolle gespielt, denn 1542 wurde hier vom Reformator Martin Luther persönlich der erste evangelische Bischof der Welt eingesetzt, Nikolaus von Amsdorf. Heute erinnert eine Lutherfigur an der Kanzel an dieses Ereignis. 

Domschatz, Domgarten und Dombauhütte

Im Domschatzgewölbe präsentiert sich dem Betrachter in einem der größten romanischen Gewölbe Mitteldeutschlands eine ganze Reihe sakraler Kostbarkeiten. Darunter Maria Magdalena von Lucas Cranach, d.Ä. aus der Zeit um 1518 oder die Naumburger Pietà aus dem 14. Jahrhundert. Aufsehenerregend ist auch die Johannesschale aus dem 13. Jahrhundert, die  außergewöhnlich realitätsnah das abgeschlagene Haupt Johannes des Täufers zeigt.

Wer anschließend ein bisschen frische Luft braucht, kann sich im Naumburger Domgarten zwischen historischen Mauern und Bastionen dem Trubel der Umgebung etwas entziehen. Dort finden Besucher auch den „Garten des Naumburger Meisters“, in dem Pflanzen aus der Saale-Unstrut-Region wachsen. Sie dürften den Bildhauern von Westchor, Stifterfiguren und Westlettner auch schon als Vorbild gedient haben für die rund zweihundert botanisch exakt bestimmbaren Blattwerke an den verschiedenen Kapitellen, Friesen und Schlusssteinen dieser Bauteile.

Solche Schlusssteine und Kapitelle können Kinder im Rahmen der KinderDombauhütte auch heute noch selbst gestalten. Dort können Kinder und Jugendliche in die Welt des 13. Jahrhunderts eintauchen und sich in verschiedenen Handwerkerberufen ausprobieren – ob als Steinmetz, Glaser oder Baumeister. So erleben die Teilnehmer den Einklang von Kunst, Architektur und Religion im Mittelalter. Dabei orientieren sich die Projekte an den Lehrplänen verschiedener Schuljahrgänge und können individuell auf die Teilnehmergruppen zugeschnitten werden.


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