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Anni und Josef Albers

Gemeinsames Leben, gemeinsame Arbeit, verschiedene Welten

Josef und Anni Albers – eine gelungene Künstlerpaar-Beziehung am Bauhaus

Sie kamen aus zwei völlig unterschiedlichen Welten: Er stammte aus einer Bottroper Arbeiterfamilie, sie war in Berlin-Charlottenburg in eine großbürgerliche Familie hineingeboren worden. Doch der Start am Bauhaus war für Josef und Anni Albers gleichermaßen schwierig. Josef hatte 1920 in der Glasmalereiwerkstatt angefangen zu studieren, doch der ausgebildete Volksschullehrer bekam Probleme mit den westfälischen Schulbehörden. Um ein Stipendium für ein Jahr am Bauhaus zu bekommen, hatte er versprechen müssen, dass er im folgenden Jahr auf seine Lehramtsstelle zurückkehren werde – was er dann aber doch nicht tat. Als Anni zwei Jahre später ans Bauhaus kam und ihr Studium in der Weberei aufnahm, wurde sie als privilegierte Außenseiterin zunächst abgelehnt.

Josef war einer der wenigen Bauhäusler, der Anni mochte. Und als er der jungen Studentin auf einer Weihnachtsfeier einen Druck von Giottos „Flucht nach Ägypten“ schenkte, war es auch um sie geschehen. Sie verliebte sich in den „hageren, halb verhungerten, asketischen Westfalen mit unwiderstehlichen blonden Haaren“, wie sie später einmal sagte. Drei Jahre später heirateten die beiden. Gemeinsam zog das Ehepaar Albers in eine Doppelhaushälfte der Meisterhaussiedlung in Dessau.

Obwohl die beiden Bauhäusler mit künstlerischen Medien arbeiteten, wie sie unterschiedlicher kaum hätten sein können – hier die Welt der Garne und Textilien, dort die der Glaskunst – teilte das Ehepaar Albers eine Kunstauffassung, die es mehr als fünfzig Jahre verbinden sollte: die Abstraktion. Und obwohl sich die beiden gegenseitig bewunderten und respektierten, kam es doch auch immer wieder zu Eifersüchteleien. Nie aber wurden die beiden müde, sich für die Arbeit des anderen zu interessieren. 

Nach ihrer Emigration 1933 in die USA wurde Mexiko für beide zu einer dauernden Inspiration. „Mexico ist wirklich das gelobte Land der abstrakten Kunst. Denn hier ist sie Tausende von Jahren alt“, fand Josef Albers. Dreizehn Mal bereisten Josef und Anni Albers das mittelamerikanische Land, besuchten alle wichtigen Ausgrabungsstätten und wurden dabei zu Kennern und Sammlern der alten Skulptur. In der Begeisterung für altmexikanische Kulturen zeigte sich vielleicht am eindrücklichsten die respektvolle Harmonie der Lebensgemeinschaft. In der neueren Geschichte der Kunst gibt es nur wenige Beispiele von gelungenen Künstlerpaar-Beziehungen. Die von Josef und Anni Albers ist ein solches Beispiel.

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