Gartenträume in Altmark, Börde und Heideland
Der blaue Himmel zwischen Salzwedel und Stendal oder der scheinbar unendliche Lindenwald der Letzlinger Heide sind Kulissen für verwunschene Schlossgärten und barocke Gartenkunstwerke.

Barock in der Börde: Der barocke Terassen-garten von Schloss Hundisburg wurde in den letzten Jahren beispielhaft restauriert.
Der anschließende Park entstand 1810 und zeigt eine erstaunliche Mischung aus Gartenkunst und landwirtschaftlicher Nutzung.
Bereits 1760 war die Harbker Baumzucht ein bedeutender Pflanzenlieferant. In dieser Zeit kam auch der barocke Park von Schloss Harbke zu seiner Pracht. Leider kann diese heute nur noch erahnt werden. 30 Jahre als Grenzgebiet der Ex–DDR haben ihre Spuren hinterlassen. Die Beseitigung dieser Spuren können Sie in Seggerde beobachten. Gutshaus und Gutspark, der von der Aller durchflossen wird, werden Schritt für Schritt wiederhergestellt. Wasser-, Wiesen- und Waldflächen eröffnen immer wieder neue Blicke auf Orangerie und Palmenhaus.
Mit Informationen zu seinem Gartenreich war Tangerhütte war schon zu Gast auf der Weltausstellung 1889 in Paris, mit einem Gartenpavillon aus Kunstguss. Dieses weltberühmte Ausstellungsstück kann jetzt im Stadtpark Tangerhütte bewundert werden. Er umgibt die Villen der Fabrikanten Wagenführ und von Arnim und begeistert mit einem künstlichen Wasserfall. Zum ältesten Stammsitz der Familie von Bismarck in Briest (Tangerhütte) gehört ein geschlossener Gutshof mit Renaissanceschloss, Burggraben, Kapelle und Landschaftspark. Der aus dem 19. Jh. stammende Park wurde nach Plänen Schochs mit einem malerischen Teich, großzügigen Wiesen, Eichengruppen und angrenzender Feld- und Waldflur gestaltet. Auf das Jahr 1300 gehen die Wallanlagen im altmärkischen Gardelegen zurück. Im 19. Jahrhundert wurde aus diesem Wall ein grüner Ring um die mittelalterliche Stadt, bepflanzt mit Linden. Hobbyhistoriker werden ihre Freude an Teilen der Stadtmauer mit den imposanten Toren haben. Verwunschen ist vielleicht die treffende Charakterisierung des Schlossparks in Krumke. Der alte Baumbestand mit einer 400 Jahre alten Buchsbaumhecke prägen das Gesicht der Anlage. 1860 wurde der Barockgarten zum Landschaftspark umgestaltet und avancierte in der Zwischenzeit schon zum Filmstar. Die Regina Ziegler–Produktion „Das Bernsteinamulett“ wurde in Krumke gedreht.
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