Magdeburg
In Magdeburg treffen sich die Nord- und Südroute der Straße der Romanik. Hier laden mit dem Dom St. Maurtius, dem Kloster Unser Lieben Frauen, der St. Petri-Kirche und der Probsteikirche St. Sebastian gleich 4 Bauwerke zur Zeitreise ins Mittelalter ein.

Dom zu Magdeburg, Domkirche St. Mauritius und St. Katharina
Im Mittelalter gehörte Magdeburg zu den politischen Zentren Europas und galt neben Konstantinopel als das „dritte Rom“. Otto der Große, Sohn des ersten deutschen Königs Heinrich I. und Begründer des Heiligen Römischen Reiches, wählte Magdeburg zu seiner Lieblingsresidenz und machte die Stadt seiner ersten Frau Editha zur Morgengabe. Unter Erzbischof Albrecht II. von Kefernburg begann
im Jahre 1209 der Bau der ersten im Grund- und Aufriss gotisch konzipierten Kathedrale in Deutschland. Neben einer Fülle bedeutender Kunstwerke kann der Besucher auch das Grab Kaiser Otto I. im Hohen Chor besichtigen.
Die Kostbarkeiten:
Kreuzgang mit Grabplatten aus verschieden Epochen, aus einem Stück Rosenporphyr geschlagener Taufstein, sechszehneckige "Heilige Grab Kapelle" mit den beiden Sitzfiguren eines "Thronenden Paares", Statuen der Klugen und Törichten Jungfrauen an der Paradiespforte (um 1270), Chorumgang u.a. mit Tumba der Königin Editha, im Chor Grabmal Otto I., Marienkapelle mit Elisabethaltar. Wohl jüngstes Kunstwerk ist das "Ehrenmal" von Ernst Barlach nahe der Paradiespforte (4), das sich gegen den pathetischen Heldenkult militärischer Prägung wendet.
Kloster Unser Lieben Frauen
Das ab 1064 errichtete Bauwerk gehört zu den besterhaltenen aus der Zeit der Romanik. Kirche und Kreuzgang vermitteln einen authentischen Eindruck der ursprünglichen Anlage des 1017/1018 gegründeten Kollegiatsstiftes. Heute befinden sich darin eine Konzerthalle und das Kunstmuseum der Landeshauptstadt.
Weitere romanische Bauwerke in Magdeburg:
St.-Petri-Kirche
Kathedrale u. Probsteikirche St. Sebastian
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