Merseburg
Dom St. Johannes und Laurentius & Neumarktkirche St. Thomae Cantuariensis
- Mit Handschriften aus der Romanik

Hier an der Saale stand im Hochmittelalter eine Pfalz, in der die deutschen Könige und Kaiser Hoftag hielten. Zahlreiche Baudenkmäler künden von der einstigen Größe der Residenz- und Regierungsstadt. Merseburg ist eine von 60 Etappen an der Straße der Romanik. Aus der Stadt der Geschichte und Kultur kamen immer wieder wichtige Impulse für den mitteldeutschen Raum, wie die Geschichtsbücher zeigen.
Das Merseburger Domkapitel – seit 1930 Bestandteil der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz – kann im Jahr 2004 auf eine ununterbrochene 1000jährige Kontinuität zurückblicken. Nördlich der Pfalzkirche, die als Bischofskirche gedient hatte, ließ König Heinrich II. von 1015 bis 1021 einen großen Dombau errichten. Bischof Hunold stellte ihn bis 1042 vergrößert fertig. Dieser frühromanische Kirchenbau ist mit den West-Türmen und den Ost-Teilen erhalten.
Der Domschatz:
Sehenswert auch der Merseburger Domschatz. Dazu gehören die berühmten Merseburger Zaubersprüche aus dem 10. Jahrhundert, die zu den ältesten Schriftzeugnissen deutscher Sprache zählen. Von besonderem Wert sind neben weiteren mittelalterlichen Handschriften, Urkunden und frühen Drucken die Merseburger Bestände an mittelalterlichen liturgischen Textilien. Zu ihnen gehört unter anderem ein Bischofsmantel aus dem 10./11. Jahrhundert, der vermutlich als Geschenk Heinrichs II. nach Merseburg kam.
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