Stiftskirche St.Servatius in Quedlinburg
Hier stehen Sie an den Anfängen des deutschen Königtums. Quedlinburg wurde unter Heinrich I., der 919 nach Christus zum König des ostfränkischen Reiches gewählt worden war, zur wichtigsten Pfalz des Reiches ausgebaut.

Der rituell genutzte Kamm Heinrichs I. gehört zu den schönsten Preziosen des Quedlinburger Domschatzes. Der Elfenbeinkamm aus dem 7. bis 8. Jahrhundert stammt aus Syrien. Möglicherweise wurde dieser Kamm vor der Krönung zum König gebraucht.
Ein ganz besonders schönes Stück der Sammlung ist das weltberühmte Samuhel-Evangeliar. Diese Handschrift stammt aus dem 9. Jahrhundert.
Seit 2009 ist mit der Krypta der Kirche außerdem ein Monument von internationaler Bedeutung wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Nach vielen Jahren gründlicher Sanierung ist hier das Grab der von Katholiken verehrten Heiligen Mathilde wieder zu sehen.
Die Krypta der Stiftskirche St. Servatii in Quedlinburg gehört zu den schönsten Räumen dieser Art in ganz Europa. Sie entstand im Zuge des Neubaus der Kirche zwischen 1070 und 1129 unter Einbeziehung älterer Bauteile. So greift ihr Ostteil vermutlich den Grundriss der Pfalzkapelle Heinrichs I. auf und auch die im Apsisbereich gelegene Confessio mit reichem Stuckdekor entstand bereits im 10. Jahrhundert.
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