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Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz

Die 30.000 Hektar große Karstlandschaft besteht aus bis zu 200 Meter mächtigem Zechstein, der aus Ablagerungen eines ehemals weite Teile Mitteldeutschlands bedeckenden Meeres entstand. Hier blühen Orchideen am Rand seltener Buchenwälder in denen sich Hirschkäfer, Feuersalamander, Uhus und Fledermäuse tummeln können.

Naturvielfalt im Biosphärenreservat Karstlandschaft SüdharzNaturwunder am Wegesrand: Auf dem 100 Kilometer langen Karstwanderweg gibt es seltene Tier- und Pflanzenarten zu entdecken.

Bis vor 240 Millionen Jahren war Europa vom Zechsteinmeer bedeckt. Aus der Verwitterung der Meeresablagerungen entstand die Gipskarstlandschaft im Südharz. Bei der Auflösung des Gesteins im Wasser bildeten sich für Besucher spannende Erdfälle, Dolinen und Höhlen, so wie eine der größten und eindrucksvollsten Naturhöhlen Deutschlands, die "Heimkehle". Seltene Feldermausarten wie das "Große Mausohr" überwintern heute in den Höhlen. Typisch für die Karstlandschaft sind auch die Ponore genannten Bachschwinden, die das Wasser der Bäche in die Tiefe abführen. Nicht zuletzt dadurch hat sich im Südharz eine ganz eigene Flora und Fauna durchgesetzt. Besonderer Schatz des Reservats sind die Orchideen-Buchenwälder mit verschiedenen Waldorchideen. 900 Jahre wurde in der Region Kupferschiefer abgebaut, auch die dadurch entstandenen Landschaften haben eine ganz eigene Flora und Fauna hervorgebracht. Seltene Tiere wie der Hirschkäfer finden im Reservat ein Zuhause. Feuersalamander, Springfrosch und Kreuzotter kreuzen mit etwas Glück den Weg. Beim Blick in den Himmel könnten Gäste Schwarzstorch, Milan oder auch eine der seltenen Waldohreulen entdecken.   
Wanderwege wie der 100 Kilometer lange Karstwanderweg bieten unterwegs zahlreiche sehenswerte Stationen: die Rundwanderung Questenberg oder der Weg vom Bauerngraben zur Queste. Der Harzklub veranstaltet jeden Sonntag geführte Wanderungen in der Gipskarstlandschaft. Auf den ausgewiesenen Harzklubwanderwegen geht es aber auch allein durchs Terrain, ebenso auf dem Terrainkurwegenetz rund um Stolberg.

Für Radwanderer bietet sich der Harzvorlandweg an, der die Landkreise Sangerhausen und Mansfelder Land durchquert.

Kulturelle Tipps: In Sangerhausen ist auch die weltweit größte Rosensammlung im Europa-Rosarium Sangerhausen zu Hause. Auch sonst gibt es Großes zu bewundern: Das Spengler-Museum zeigt das vollständig erhaltene Skelett eines Altmammuts. Stolberg, die Stadt Thomas Müntzers, ist die erste historische Europa-Stadt in Sachsen-Anhalt. Mit dem Josephskreuz steht auf dem Auerberg bei Stolberg das größte Eisen-Doppelkreuz der Welt.

Faszinierende Untertagewelten eröffnen sich Besuchern im 283 Meter tiefen Röhringschacht im Schaubergwerk Wettelrode.

Weitere Informationen zum Biosphärenreservat:
Biosphärenreservatsverwaltung
"Karstlandschaft Südharz"
Hallesche Straße 68a
06536 Roßla
Tel. 03 46 51 / 29 88 90
bioressh@lvwa.lsa-net.de

 

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